Surrealist.de

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Surrealismus ist eine Richtung moderner Literatur und Kunst. Die Bezeichnung "surréal" wurde erstmals 1917 von dem Dichter G.Apollinaire verwendet. Der Surrealismus sucht, im Anschluß an die Psychoanalyse S.Freuds, die eigentliche Wirklichkeit des Menschen im Unbewußten und verwertet Traumerlebnisse, somnambule und hypnotische Zustände als Quelle der künstlerischen Eingebung und der Erkenntnis. Die Grenzen zwischen Realem und Phantastischem wurden aufgehoben. Diese Erweiterung des Schaffensprozesses und die damit verbundene Ausklammerung einer logischen Konzeption aus dem künstlerischen Werk äußerte sich in automatistischen Techniken; Bildformen wurden neu- oder weiterentwickelt. Die Einflüsse moderner Tiefenpsychologie unterscheiden den Surrealismus von der "Phantastischen Malerei" vergangener Jahrhunderte.

Große Surrealisten:


Max Ernst

Maler, Graphiker, Plastiker

Geboren: 02.04.1891 in Brühl (bei Köln)
Gestorben: 01.04.1976 in Paris

Max Ernst gründete 1919 mit H.Arp in Köln die Gruppe "Dada", gehörte 1924 in Paris zu den Begründern des Surrealismus, siedelte 1941 nach New York über und kehrte 1954 endgültig nach Frankreich zurück. Er war verheiratet mit der amerikanischen Malerin und Objektkünstlerin Dorothea Tanning. Seine Bilder, auf denen Natur

formen und Zivilisationsrequisiten irrationale Verbindungen eingehen, bringen in oft beklemmender Weise die Gefahren des Unbewußten zum Ausdruck..


René Magritte

Belgischer Maler

Geboren: 21.11.1898 in Lessines (Belgien)
Gestorben: 15.08.1967 in Brüssel

René Magritte studierte in Brüssel und Paris, wo er bis 1930 lebte und mit den Surrealisten in Verbindung stand. Vor allem von Giorgio De Chirico beeinflußt, wurde er ein eigenständiger Vertreter des verist. Surrealismus, der die banalen Dinge des Alltags, naturalistisch im Detail, durch irrealistische Zusammenfügungen verfremdet und in neue Zusammenhänge stellt. Magritte's Grundproblem war die Dialektik von Abbild und Wirklichkeit, Schein und Sein, die er in präzisen Bildvisionen ineinander verspiegelte.


Salvator Dali

Spanischer Maler, Graphiker

Geboren: 11.05.1904 in Figueras bei Barcelona
Gestorben: 23.01.1989 in Torre Galatea

Nach kurzem Studium in Madrid schloß er sich 1928 in Paris dem Surrealismus an. Seine veristische Traummalerei ist durch die Psychoanalyse angeregt, seinen theoretischen Beitrag nannte er die "Kritische Methode der Paranoia" 1941 brach er in den USA mit dem Surrealismus und bekannte sich in seinen Gemälden zur Tradition in Form und Thema, ohne auf technische Experimente zu verzichten. Objekte und Entwürfe für Schmuck, sowie Filme und Aktionen zeigen den breiten Fächer seiner Aktivitäten..


Giorigo De Chirico

Italienischer Maler, Graphiker

Geboren: 10.07.1888 in Volos (Griechenland)
Gestorben: 19.11.1978 in Rom

De Chirico studierte in Athen und München, wo er von den Bildern A.Böcklings die stärksten Eindrücke empfing. 1911-1915 malte er in Paris seine rätselhaften Bilder aus Wirklichkeit und Traumwelt, in denen sich bereits der Surrealismus ankündigte. 1917 entwickelte er mit C.Carrà in Ferrara die Pittura Metafisica, in der er aus Fragmenten der Wirklichkeit eine absurde, bedrängende Bildwelt errichtete. Nach dem 1. Weltkrieg schloß er sich der Gruppe der Valori Plastici an..